Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie gestartet Beschäftigte haben ihren Anteil verdient

Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie ist ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen.

Warnstreik

7. Oktober 2026 7. Oktober 2026


Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie ist ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Für die IG Metall bleibt die Forderung nach 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten richtig und notwendig.

Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Herausforderungen bewältigt. Hohe Inflation, Unsicherheiten durch Krisen und tiefgreifende Veränderungen in vielen Betrieben haben ihren Alltag geprägt. Gleichzeitig haben sie mit ihrem Einsatz, ihrer Flexibilität und ihrer Leistung dazu beigetragen, dass Unternehmen schwierige Zeiten meistern konnten und sich die wirtschaftlichen Perspektiven inzwischen wieder verbessern.

„Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren ihren Beitrag geleistet. Sie haben Krisen bewältigt, Veränderungen mitgetragen und in den Betrieben Verantwortung übernommen. Deshalb erwarten sie jetzt zu Recht, dass sie an der positiven Entwicklung beteiligt werden“, erklärt Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW unmittelbar nach der ersten Tarifverhanldung.

 

Beitrag zur Stabilisierung der Unternehmen durch die Beschäftigten

Auch die IG Metall Bielefeld erlebt in den Betrieben der Region, dass viele Kolleginnen und Kollegen die Belastungen der vergangenen Jahre noch immer spüren. Die Preissteigerungen haben Spuren hinterlassen, während gleichzeitig die Anforderungen an die Beschäftigten weiter gestiegen sind. „Auch die Rückmeldungen aus den Betrieben in Bielefeld und der Region zeigen, dass viele Kolleginnen und Kollegen weiterhin unter den Folgen der Preissteigerungen der vergangenen Jahre leiden. Gleichzeitig erleben wir, dass die Beschäftigten mit großem Engagement ihren Beitrag zur Stabilisierung und Weiterentwicklung ihrer Unternehmen leisten“, sagt Oguz Önal, Mitglied der Geschäftsführung. Deshalb sei die Forderung nach 5 Prozent mehr Entgelt gerechtfertigt und ein wichtiges Signal des Respekts für ihre Arbeit.

Für die IG Metall ist klar: Starke Tarifverträge stärken nicht nur die Einkommen der Beschäftigten. Sie sichern Kaufkraft, stabilisieren die Nachfrage und leisten damit auch einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Gleichzeitig geht es in dieser Tarifrunde um sichere Arbeitsplätze, starke Standorte und eine faire Beteiligung der Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen.

Die nächste Tarifverhandlung für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie findet am 27. Oktober 2026 statt. Bis dahin werden wir mit den Beschäftigten in den Betrieben deutlich machen, dass sie eine spürbare Stärkung ihrer Kaufkraft und mehr Respekt für ihre Leistung erwarten.


Warum gerade jetzt eine selbstbewusste Tarifrunde notwendig ist, weshalb höhere Löhne die Wirtschaft stärken können und warum die Beschäftigten nicht erneut die Rechnung für wirtschaftliche Herausforderungen bezahlen dürfen, darüber sprechen die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, und Tarifvorständin Nadine Boguslawski im aktuellen IG Metall-Talk „Weil Du zählst!“.